Planetoiden,
Kometen, Meteoroide
Meteoroide
Meteoroide
sind kleine feste Körper ( größer als ein einzelnes Molekül, kleiner als ein
Kleinplanet). Ein Meteor oder eine Sternschnuppe ist der am Himmel
beobachtete Leuchtvorgang. Ein Meteorit
ist ein aus dem Weltraum stammender Körper, der die Erde erreicht. Fällt der
Meteoroid auf die Erde, spricht man von einem Meteorit. Dringt er in die Atmosphäre
ein, entstehen die Leuchterscheinungen eines Meteors. Besonders helle Meteore
bezeichnet man als Feuerkugeln oder Bolide.
Mehr
über Meteoroide,
Meteorite und Sternschnuppen
Höhen
bei 10 - 300 km, Endhöhen bei km - 130 km über der Erdoberfläche.
Geschwindigkeiten
bis höchstens 72 km/s. Größe: mm-Bereich , mg-g-Bereich
Sternschnuppenströme
werden von der Materie eines in
Auflösung begriffenen Kometen gebildet, die sich allmählich über die gesamte
Bahn des Kometen verteilt, bei starker Verbreiterung um die Kometenbahn. Falls
der Partikelstrom die Erdbahn kreuzt, ist die Erde dem starken Bombardement
dieser Teilchen ausgesetzt. Z.B. sind die Perseiden ein Meteorstrom, der
seinen Ausstrahlungspunkt (Radiant) im Sternbild Perseus hat.
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Auf der Erde
wurden etwa 170 Meteoritenkrater nachgewiesen: Nördlinger Ries,
Steinheimer
Becken, Barringer-Krater
(Arizona), ....kleinere Brocken sind in der Antarktis leicht zu finden. Auf der
Erde dürften Krater durch eine starke Stoßwelle verursacht werden, der Komet
oder Meteorit dürfte sich bei den auftretenden großen Drücken und
Temperaturen auflösen (verdampfen)--> Nördlinger Ries.
Die
Zahl einfallender Objekte kann man durch Untersuchung der Anzahl auf dem Mond
abschätzen.
Interplanetare
Materie
Die
Planeten wirken wie Staubsauger (besonders Jupiter). Sie ziehen interplanetare
Materie an. Zwischen den Planeten findet man noch genügend Materie (Staub). Das
Zodiakallicht entsteht durch Streuung von Sonnenlicht an Materie in der
Ekliptik.
Kometen
Kometen
besitzen stark exzentrische Bahnen und eine evtl. große Neigung der Bahn gegen
die Ekliptik. Halleyscher Komet: Apheldistanz 35 AE, Periheldistanz 0,587
AE
Bei
großen Entfernungen von der Sonne besteht der Komet
nur
aus dem Kometenkern: einige Kilometer Durchmesser, Dichte 1 g/cm3. Er
ist ein festes, kompaktes Gebilde aus Eis, Schnee, gefrorenen Gasen, Staub und
kleineren Brocken aus Eisen und Silikaten (Schmutziger Schneeball). Bei
Annäherung an die Sonne verdampfen diese Stoffe (niedriger Gefrierpunkt) und
erzeugen die Koma (Gasatmosphäre mit Staubpartikeln, 100000 km Durchmesser). |
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Kometenkern und Koma bilden den Kometenkopf. Durch
den Strahlungsdruck der Sonne und dem Sonnenwind (schnell fliegende geladene
Teichen) werden sehr kleine neutrale Staubteilchen und geladene Gasteilchen
weggedrückt die den Gasschweif bilden. Größere Staubteilchen werden nicht so
stark weggedrückt.Sie können einen nach hinten gebogenen Staubschweif bilden.
Der Gasschweif ist gerade, radial von der Sonne weggerichtet. Der Ursprung der
Kometen liegt in der Oortschen Wolke (Jan Oort) am Rande des
Sonnensystems, die ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems
ist (Entfernung 10000 AE). Vermutlich können schon kleinere gravitative Störungen
durch andere Sterne Kometen auf Bahnen ins Innere des Sonnensystems ablenken.
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Kleinplaneten
(Asteroide,Planetoiden)
Etwa
100000 Objekte mit Durchmessern in der Größenordnung von 1-100 km umkreisen
die Sonne zwischen Mars und Jupiter, dem Asteroidengürtel
auf z.T.
stark exzentrischen Ellipsen, die eine starke Neigung gegen die Ekliptik
besitzen. Sie können die Erdbahn kreuzen und auch in Venusnähe kommen. Jupiter
hat einen großen Einfluss auf die Bahnen der Kleinplaneten.
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